Waffen
Die Ninja kannte und beherrschten ein riesiges Arsenal an Waffen, von simplen kleinen Metalldornen über Stangenwaffen bis hin zu Feuerwaffen und Sprengstoffen.
Das waffenlose Taijutsu wird durch die Möglichkeit, aus einem Fundus zahlreicher Waffen schöpfen zu können erweitert. Die Ninja haben bewiesen, das sie sich schnell an die modernen Gegebenheiten anpassten und Waffen verbesserten oder modifizierten, um sie nützlicher zu machen. Für einen Ninja war eine Waffe nicht mehr als ein Werkzeug, um sein Ziel zu erreichen. Ganz im Gegensatz zu den Samurai, die z.B. ihren Schwertern eine besondere Achtung entgegenbrachten. Für sie war es ein ungeheurer Frevel, das Ninja manchmal einfach die Klinge kürzer sägen, um sich mit dem Schwert besser bewegen zu können.
Die Ninja erkannten schon früh den Nutzen von Schusswaffen, noch lange bevor die ersten Daimyō sich überwinden konnten Schusswaffen einzusetzen.
Unten kann man eine „kleine“ – keinesfalls vollständige – Auswahl von Waffen finden, die gerne von Ninja eingesetzt wurden.
Aikuchi
Ein kleiner Dolch, der dem „Tantō“ sehr ähnlich ist und im „Obi“ getragen wurde.
Ashikō
Das Gegenstück zum „Shukō“ ist der „Ashiko“. Dabei wurde unter dem Fuß des Ninja ein ähnliches Gerät wie an der Hand angebracht. Ein Tritt zog so schlimmere Verletzungen nach sich, und das Klettern war weitaus leichter.
Bakuhatsu gama
Am Ende der „Bakuhatsu gama“ befestigte der Ninja Explosivstoffe, Gifte oder Blendpulver. Dieses schleuderte er dem Angreifer ins Gesicht und attackierte ihn danach mit der Sichel.
Bisen tō
Die schwere Hellebarde wurde aus China eingeführt und erforderte eine andere Kampfweise als die „Naginata“. Sie war weitaus wuchtiger und in der Hand eines starken Kriegers eine furchtbare Waffe.
Bō
Eine der einfachsten Waffen war wohl der Stab oder Stock. Was heute als „Bō“ bekannt ist, ist eigentlich der „Rokushakubō“ mit einer Länge von ungefähr 182 cm. Auf den ersten Blick sieht die Waffe nicht sehr gefährlich aus, doch in der Hand eines Meisters ist diese Allzweckwaffe tödlich. Sie konnte zum Stechen oder Schlagen eingesetzt werden, und war auch gegen mehrere Gegner sehr effektiv, was sie zu einer beliebten Waffe der Ninja machte.
Bō shuriken
Messer- oder pfeilförmige, längliche „Shuriken“.
Bōken
auch „Bokken“ oder „Bokutō“. Holzschwert aus schwerem Holz zum Üben. Meist sogar schwerer als ein scharfes Schwert, so war es für den Schüler eine Erleichterung, wenn er sein „Daishō“ bekam.
Bokken
Auch „Bōken“ oder „Bokutō“.
Bokutō
Auch „Bōken“ oder „Bokken“.
Chigiriki
Ein langer Stock und eine Kette mit Eisengewicht am Ende. Ursprünglich von Bauern aus dem Dreschflegel entwickelt, um sich gegen Angreifer zu verteidigen.
Daisharin
Das „Daisharin“ bestand aus zwei Rädern mit einer Achse. Die Ninja setzten es gerne ein, um damit größere Gruppen Angreifer von den Beinen zu reißen oder um es als verbesserten Stab einzusetzen.
Daishō
„Groß-Klein“, Bezeichnung für das Schwertpaar der Samurai („Katana“ und „Wakizashi“). Eigentlich war es nur den Samurai erlaubt zwei Schwerter zu tragen, doch einen Ninja hat das nicht interessiert, da er als Bauer sowieso keine Waffen tragen durfte.
Daitō
„großes Schwert“, ein Schwert mit besonders langer Klinge (zwischen 60 und 180 cm).
Eiku
Bootsruder, eigentlich eine Waffe aus Okinawa. Wenn der Ninja in Tarnung als Fischer war, konnte er sich damit sich gut verteidigen.
Endokuken
Die Ninja verwendeten auch Wurfsterne, die giftigen Rauch freisetzten, wenn man sie anzündete. Auf diese Weise konnte man verborgene Feinde zwingen sich zu erkennen zu geben.
Fukiya
Das Blasrohr wurde gerne eingesetzt, weil man damit den Feind leise töten konnte. Die Bolzen wurden vergiftet und erstickten so jeden Schrei. Als Flöte getarnt konnte man ein Blasrohr ungehindert mit sich herumtragen.
Fukumi bari
Kleine Pfeile, die der Ninja einem Angreifer ins Gesicht spuckte.
Futokoro teppō
Die Bronzepistole wurde gerne von den Ninja eingesetzt, weil sie klein und leicht zu verbergen war. Manchmal wurde ein Bajonett auf die Waffe aufgesetzt.
Hanbō
Der „halbe Stab“ oder Stock war, wenn gleich er mit 91 cm sehr kurz war eine sehr effektive Waffe. Die richtige Bezeichnung ist eigentlich „Sanshakubō“.
Hankyū
Der Bogen der Ninja war weitaus kürzer als der Bogen der Samurai. So konnte er leichter transportiert und versteckt werden. Die geringere Reichweite machte normalerweise nicht viel aus, da Ninja selten weit entfernte Ziele auf dem Schlachtfeld treffen mussten, sondern meist nur dicht liegende Ziele. An den Pfeilen wurden gerne Explosivstoffe oder Brandstoffe befestigt, zumal in Japan fast alle Gebäude aus Holz waren. Man konnte auch mit speziellen Pfeilen Seile durchtrennen oder einen Heulton erzeugen, der die Feinde in Angst und Schrecken versetzte.
Hira shuriken
Sternenförmige, flache Wurfgegenstände.
Hishi
Getrocknete Wasserkastanien erfüllten den gleichen Zweck wie die „Tetsubishi“, waren aber leichter zu bekommen. Außerdem erweckten sie keinen Verdacht, weil in bäuerlichen Gebieten diese Pflanze ganz alltäglich war.
Igadama
Diese Waffe konnte ähnlich wie die „Tetsubishi“ eingesetzt werden und zusätzlich auch noch auf Feinde geworfen werden. Sie wurden gerne überall im Ninjahaus versteckt, um sich gegen Angreifer wehren zu können.
Jirai
Auch „Uzume bi“.
Jō
Der Wanderstab war eine verkürzte Form des „Rokushakubō“. Er reichte bis zur Hüfte oder zum Bauch und konnte ähnlich wie der Stab eingesetzt werden. Seine richtige Bezeichnung ist „Yonshakubō“.
Jutte
Handwaffe mit einem Haken, mit dem man einen Schwertangriff abfangen konnte.
Kagiyari
Auch „Kamayari“. Die Ninja des Togakure Ryū nutzten häufig den Hakenspeer. Man konnte damit in Bäume gelangen, über Mauern oder auf Schiffe. Es war auch möglich so von Baum zu Baum zu gelangen. Verborgen auf einem erhöhten Posten konnte man mit den Haken ein Opfer erwischen und in die Höhe ziehen. Er eignete sich auch zum Fischfang, Türenaufbrechen oder um Gepäck zu transportieren.
Kama
Sichel mit kurzem Griff, die in Asien zum Schneiden von Reis, Korn oder Zuckerrohr benutzt wurde.
Kamayari
Auch „Kagiyari“.
Kanzashi
Haarnadel in Gabelform. Von den Kunoichi oft als Waffe eingesetzt.
Katana
Langschwert der Samurai, mit gekrümmter Klinge, in aufwändigem Schmiedeverfahren mit unterschiedlichen Stahlhärtegraden hergestellt, die beste Schwertwaffe der Welt, mit einer Klingenlänge von 61 bis 76 cm.
Kōgai
Schwertnadel oder Haarnadel. Die Schwertnadel war eigentlich ein Werkzeug, das an der Seite des „Saya“ untergebracht wurde. Es konnte aber auch als Wurf- oder Stichwaffe eingesetzt werden.
Kongō sho
Sanskrit „Vajra“. Zepter, das den Diamanten symbolisiert, von esoterischen Sekten benutzt. Diente auch als Schlagwaffe.
Kubotan
Auch „Yawara“. Schlagwaffe, in der Form eines Zylinders. Eignete sich für Haltegriffe oder um Druck auf Gelenke auszuüben. Ähnlichkeiten im Gebrauch beim „Kongō sho“.
Kusarifundo
Auch „Manrikigusari“. Die Kette war eine nützliche Waffe. Sie konnte leicht verborgen werden und eignete sich sogar um Schwertstreiche abzufangen, Gegner zu fesseln, zu würgen oder von den Beinen zu reißen.
Kusarigama
Die „Kusarigama“ war eine gerne benutzte Waffe. An einer Reissichel befestigt war eine Kette die ein bis zwei Meter lang war. An dem Ende der Kette war ein Gewicht befestigt. Wurde ein Ninja angegriffen, so schleuderte er das Gewicht um die Klinge des Angreifers und zwang ihn so die Waffe zu senken. Danach griff er den Feind mit der Sichel an.
Kushakubō
Stock mit Überlänge (270 cm).
Kyoketsu shoge
Die wahrscheinlich beliebteste Waffe des Ninja war die „Kyoketsu shoge“. Ein Messer mit einem Haken, am Griff ein 18 Fuß (ca. 5,49 m.) langes langes Seil und an dessen Ende ein Stahlring. Das Seil war oft aus Frauenhaaren gefertigt, da Haare besonders widerstandsfähig waren. Mit dieser Waffe konnte der Ninja die Waffe des Gegners unter Kontrolle bringen, mit dem Messer angreifen, mit dem Haken einen Schwertstrich abblocken oder den Feind von den Füßen reißen. Mit dem Seil konnte er klettern und fesseln und am Stahlring konnten auch Feuerwerkskörper befestigt werden um den Feind zu blenden.
Kyū
Auch „Yumi“.
Mamuku gama
Bei dieser Waffe wurde ein giftiges Tier, wie z.B. eine Schlange am Ende des Seils befestigt. Dieses schleuderte man dem Feind entgegen und erleichterte sich damit den Kampf enorm, weil das Tier für Beschäftigung und vielleicht sogar den Tod des Feindes sorgte.
Manrikigusari
Auch „Kusarifundo“. „Eine Kette mit der Kraft von 10.000“. Kette mit Längen von 40 bis 400 cm und Gewichten an den Enden. Wurde im 17. Jh. von Masaki Toshimitsu, einem Torwächter in Edo, als Abwehrwaffe gegen Schwerter entwickelt.
Metsubushi
Wurde ein Ninja entdeckt, so war er normalerweise in der Unterzahl. Um dennoch sicher zu entkommen benutzte er Blendpulver, um das Sehvermögen der Feinde einzuschränken. In Eierschalen oder Nussschalen bewahrte er ein Pulver auf, das aus Chemikalien, Asche, Sand, Eisenspähnen, Pfeffer oder Nesselhaaren bestand. Es konnte dem Feind kurzfristig die Sicht nehmen oder aber auch das Augenlicht für immer zerstören.
Nage teppō
Diese Explosivgranaten wurden mit der Hand oder mit Schleudern auf den Feind geworfen und funktionierten nach dem gleichen Prinzip wie eine Handgranate heute.
Naginata
Die Schwertlanze war eine Waffe der Sohei und bevorzugte Waffe der Samurai-Frauen. Es gab sie in verschiedenen Ausführungen (z.B. Nagamaki), wobei das Verhältnis von Klinge zu Griff, Länge und Klingenstärke variierte. Sie war eine sehr effektive Waffe gegen berittene Krieger, lang wie der Speer und man konnte damit Gliedmaßen abtrennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie überwiegend von Frauen im Naginata dō verwendet.
Nagishi shuriken
Auch „Bō shuriken“. Pfeilförmige Wurfgeschosse, die eine Quaste zur Flugstabilisierung am Ende hatten.
Neko te
Die Kunoichi trugen manchmal auf jedem Finger eine solche „Katzenkralle“. Damit konnten im Gesicht eines Angreifers schreckliche Wunden gerissen werden.
Ninja tō
Auch „Ninja ken“ oder „Shinobi katana“. Das Kurzschwert war ein wichtiges Werkzeug im Equipment der Ninja. Es war nicht hübsch oder wertvoll, wie das „Tachi“ oder die „Katana“ der Samurai – es war nützlich. Die Klinge war sehr viel kürzer als bei der „Katana“ oder dem „Tachi“. So konnte der Ninja sich damit besser bewegen und es im Nahkampf einsetzten. Die Klinge war manchmal gerade, manchmal wurde aber auch nur eine gekürzte „Katana“. Die „Tsuba“ war nicht mit schönen Ornamenten verziert sondern meist größer und aus einfachem Stahl, oft eckig. So konnte man sie als Kletterhilfe benutzten. Das Schwert wurde an der Seite getragen und nur selten (z.B. beim Klettern) über Rücken oder Bauch. Im Griff waren oftmals Gifte, Heilmittel oder Chemikalien verborgen. Das „Saya“ konnte als Blasrohr oder Atemrohr benutzt werden.
Ninja ken
Auch „Ninja tō“ oder „Shinobi katana“.
Nodachi
Sehr lange Schwerter der Samurai mit Klingenlängen von 100 bis 180 cm, die entweder auf dem Rücken oder von einem Diener getragen.
Nuntebō
Fischerspeer, ein Werkzeug der Fischer, die aber auch als Waffe eingesetzt werden konnte.
Ōgama
Die „Ōgama“ war die Version der Kusarigama für das Schlachtfeld. Die Kette war stark genug um Pferde von den Beinen zu reißen, Mit der Sichel konnten Rüstungen mit Leichtigkeit durchbohrt oder durchschnitten werden.
Ōzutsu
Die Ninja des Togakure Ryū benutzten schon sehr früh hölzerne Kanonen, um in größeren Schlachten siegreich zu sein. Gegen größere Reiterverbände oder Burgtore war diese Waffe sehr effektiv.
Ono
Die schwere Kriegsaxt wurde nach dem Fall der T’ang Dynastie aus China mitgebracht. Mit ihr konnte man Burgtore zerschmettern, Krieger von den Pferden schlagen oder jeden Angriff mit einer schwächeren Waffe zunichte machen.
Onogama
Waffe, die aus einer schweren Kriegsaxt und einer „Kama“ besteht. Wurde von den Sōhei und den Ninja eingesetzt.
Rokushakubō
Ein „Shaku“ waren 30,3cm. „Roku“ bedeutet sechs. Genaue Bezeichnung für den „Bō“.
Sanshakubō
Ein „Shaku“ waren 30,3cm. „San“ bedeutet drei. Genaue Bezeichnung für den „Hanbō“.
Semban shaken
Bezeichnung für einen „Shuriken“ mit einem Loch in der Mitte.
Shaken
„Shuriken“ mit mehreren Zacken.
Shakuhachi
Flöte, 33 cm (1 „Shaku“) lang mit acht („hachi“) seitlichen Löchern. Die Flöte wurde vom Komusō benutzt. Ninja tarnten ihr Blasrohr gerne als „Shakuhachi“.
Shakujō
Der Stab der Priester wurde gerne benutzt, wenn ein Ninja sich als Mönch verkleidete. Der Stab besitzt am Ende Ringe, mit deren Geräusch der Mönch Kriechtiere vom Weg vertrieb, damit er das Gesetz des Nichttötens einhalten konnte und nicht aus Versehen ein Tier zertrat.
Shikomi zue
War ein Ninja auf Wanderschaft, so konnte er nicht immer ein Schwert offen mit sich führen. Das „Shikomi zue“ war ein Schwert das in einem Stock verborgen war. Äußerlich sah es wie ein gewöhnlicher Stab aus, doch das konnte man schnell ändern.
Shinobi shobō
Der „Shinobi shobō“ ist ein Vorgänger des heutigen Schlagringes und funktioniert auf die gleiche Weise. Der Mittelfinger wird durch einen Stahlring gesteckt und der Rest der Waffe in der Faust verborgen.
Shinobi katana
Auch „Ninja tō“ oder „Ninja ken“.
Shinobi kai
Auch „Shinobi zue“.
Shinobi zue
Auch „Shinobi kai“. Die Ninja setzten gerne Stäbe und Stöcke ein, weil das Tragen in Japans Mittelalter als alltäglich galt. Jeder hatte beim Wandern einen Stab bei sich. Nur waren die Stäbe der Ninja modifiziert. Meist waren sie hohl und im Inneren verborgen waren Messer, Gifte, Blendpulver oder Ketten mit Gewichten. Wurde ein Ninja angegriffen so öffnete er blitzschnell den Deckel des Stabes und eine Eisenkugel, die an einer Kette befestigt war, flog heraus und der Ninja konnte den Feind damit von den Füßen reißen. Oder er schleuderte ihm Gift, Blendpulver oder andere Waffen entgegen. Auf diese Weise verwandelte sich ein normaler Wanderstab schnell in einen Speer, Giftspritzer oder Morgenstern.
Shinobi tantō
Die Ninja benutzten auch „Tantō“, wie die Samurai. Nur waren die dann meist getarnt oder in der Kleidung verborgen. Das „Shinobi tantō“ war ähnlich dem „Shikomi zue“ als kurzer Stock getarnt.
Shukō
Auch „Tekagi“. Eine furchtbare Waffe ist der „Shuko“. An einer Art Lederarmring waren eine spitze Eisenzacken angebracht, wodurch der Ninja seine Hand in eine Tigerkralle verwandelte. Die Zacken konnten im Gesicht des Angreifers schreckliche Wunden hinterlassen. Mit dieser Waffe konnten Ninja auch „Schwerter nehmen“, also den Schwertschlag stoppen. Zugleich konnte der Ninja so besser an Mauern oder Bäumen hinaufklettern. Das Gegenstück für die Füße hieß „Ashikō“.
Shuriken
Die bekanntesten Waffen waren die Wurfklingen. Als „Hira shuriken“ in Sternenform oder als „Bō shuriken“ in Dolchform. Jede Waffe erforderte ihre eigene Wurftechnik. Die Wurfklingen konnten vergiftet werden und auch im Nahkampf eingesetzt werden. Der „Semban shaken“ war der typische Wurfstern des Togakure Ryū. Er hatte vier Spitzen und sah wie ein Diamant aus. In der Mitte befand sich ein Loch. Die Seiten waren scharf geschliffen. Der Wurfstern war sehr dünn und leicht, so dass immer neun zusammen in der Innentasche getragen werden konnten.
Sodezutsu
Der kleinere Bruder der „Ōzutsu“ war die „Sodezutsu“. Diese Kanone konnte aus der Hand abgefeuert werden und war ein Vorläufer der Gewehre.
Tachi
Altes Langschwert mit einer 61 bis 76 cm langen Klinge. Das „Tachi“ war am Griff meist stärker gebogen als die „Katana“ und wurde horizontal mit Schneide nach unten am Gürtel vor dem Körper befestigt. Die „Katana“ wurde mit der Schneide nach oben in den Gürtel gesteckt. Anfangs noch als Schlachtschwert benutzt, später meist nur noch für zeremonielle Anlässe.
Tanegashima
Auch „Teppō“. Die Ninja erkannte wahrscheinlich als erste den Nutzen der Arkebusen, die die Portugiesen in Japan einführten. Schon lange bevor die Waffe in Samuraischlachten benutzt wurde, wurde sie bei Attentaten von den Ninja verwendet.
Tantō
Dolch. Die Klinge hatte weniger als 30 cm Länge. Das „Tantō“ wurde von vielen Menschen der verschiedensten Stände als Verteidigungswaffe eingesetzt.
Tekagi
Auch „Shukō“.
Tekkō
Schlagring. In Aussehen und Funktion genau wie ein moderner Schlagring.
Teppō
Auch „Tanegashima“.
Tessen
Der Kriegsfächer war eine beliebte Waffe, weil er auf den ersten Blick nicht wie eine Waffe aussah. Bei dem Fächer waren die äußeren Teile aus Stahl, manchmal war er sogar überhaupt kein Fächer mehr sondern nur noch ein Stück Stahl in der Form eines Fächers. Mit dieser Waffe konnte man den Gegner z.B. an den Gelenken Schmerz zufügen oder ihn damit kontrollieren.
Tetsubishi
Wenn ein Ninja verfolgt wurde, so streute er eine Handvoll dieser eisernen Metalldornen auf den Boden. Da in Japan Stohsandalen getragen wurden war es höchst schmerzhaft auf die Dornen zu treten und eine Verfolgung konnte nicht fortgesetzt werden. Das brillante an dieser Waffe war, dass egal wie man sie warf, immer ein Dorn nach oben ragte. Kommt auch in natürlicher Form in der Natur vor („Hishi“).
Tetsubō
Diese Waffe wurde wohl überall auf der Welt benutzt und zählt zu den primitivsten. An einer Keule wurden Stahldornen befestigt, um die Effektivität zu erhöhen.
Toami
Das Netz wurde von den Ninja eingesetzt, um sich gegen eine Vielzahl Angreifer zur Wehr zu setzen. In den Fischerdörfern war es ein alltägliches Werkzeug und viel so kaum auf. Es konnte auch in Wäldern oder Gängen als Falle aufgebaut werden.
Tonki
Auch „Shuriken“.
Torinawa
Ein spitzer Schaft, der an einer Kette oder Schnur besfestigt ist und ein Gewicht am Ende hatte.
Torinoko
Feuerwerkskörper. Früh aus China importiert. Nur zum Ablenken und verwirren eingesetzt. Später, nach einführung des Schwarzpulvers wurden auch Sprengstoffe hergestellt.
Uzume bi
Auch „Jirai“. Diese Landminen verbuddelte man dicht unter der Erde. Ein Feind, der auf den Kasten trat setzte damit den Zündmechanismus in Gang und wurde durch eine Explosion getötet oder schwer verwundet.
Wakizashi
„Begleiter des Gürtels“, ein kurzes Schwert, das seinem größeren Abbild der „Katana“ glich. Bildete zusammen mit der „Katana“ das „Daishō“.
Wakizashi teppō
Verborgen im inneren eines traditionellen Kurzschwertes war eine Pistole, die einen Schuss abfeuern konnte.
Yonshakubō
Ein „Shaku“ waren 33cm. „Yon“ bedeutet vier. Genaue Bezeichnung für den „Jō“.
Yari
Die japanischen Speere waren zum stechen und wurden nur sehr selten geworfen. Mit ihrer kleinen Spitze konnte man leicht zwischen die Platten der Samurairüstung treffen. Die Spitzen waren meist zwei- oder dreiseitig. Er war meist 200 bis 350 cm lang. Oda Nobunaga setzte zum Teil 640 cm lange „Yari“ ein, um seine „Teppō“-Soldaten gegen die Reiterei zu schützen.
Die Ninja setzten den „Yari“ oft ein, um Mauern oder Menschen im Hochsprung zu überspringen.
Yawara
Auch „Kubotan“.
Yumi
Auch „Kyū“. Pfeil („Ya“) und Bogen („Yumi“). Der japanische Bogen wurde aus verschiedenen Lagen Holz oder Bambus gefertigt und ist ungefähr 220 cm lang. Er ist einer der wenigen Bogen weltweit mit einer unsymmetrischen Form. Der Pfeil liegt im unteren Drittel auf.
Über den Autor
Ich bin Stefan Imhoff, Gründer des Ninjutsu-Magazins kogakure.de, Designer, Kampfkünstler und Hobby-Philosoph. Ich wohne in Hamburg und schreibe auf meiner persönlichen Website über Webstandards, Informationsarchitektur, Apple, Design und Programmierung.
