Jūnan Taisō
Um die Kondition, Beweglichkeit und Geschwindigkeit zu verbessern trainierten die Ninja verschiedene Körperübungen, die sich kaum von heutigem Aufwärmtraining unterscheiden.
Kondition und Beweglichkeit
Jūnan Taisō ist das Konditionstraining der Ninja, um die Geschmeidigkeit, Geschwindigkeit und Reaktionen zu verbessern, damit man in der Lage ist, die Techniken des Taijutsu effektiv zu benutzen. Im Ninjutsu wird Stärke durch Flexibilität erlangt. Muskeln und Sehnen gewinnen ihre natürliche Elastizität zurück. Jūnan Taisō erhält - in Verbindung mit einer richtigen Ernährung - den Körper bis ins hohe Alter gesund.
Das Muskelsystem kann in zwei Bereiche unterteilt werden. Schwache Muskeln werden durch schnelle Wiederholungsübungen gestärkt. Bei dieser Art von Training, die sich durch schnellen Wechseln von Kontraktion und Entspannung auszeichnet, tritt möglicherweise ein Gefühl von körperlicher Erschöpfung auf.
Das zweite System erlaubt es, starre und unbewegliche Muskeln durch Dehnung zu verbessern. Diese Art von Training ist auch aus dem indischen Yoga bekannt. Bei dieser Art von Training werden die Positionen für einige Sekunden gehalten, die Muskeln sind dabei entspannt.
Dabei sollte immer in Gedanken gehalten werden, dass Jūnan Taisō kein einfaches „Aufwärmtraining“ vor den Kampfübungen ist, sondern eine lebenswichtige, gesunde Grundlage liefert. Der Körper lernt wieder in Harmonie mit allen Teilen zu funktionieren.
Unten sind einige Beispiele aus dem Jūnan Taisō abgebildet, doch es gibt noch unzählige weitere Übungen zur Verbesserung von Gelenkigkeit, Kraft und Ausdauer. Klimmzüge, Sit-ups, verschiedene Liegestütze und Dehnungsübungen für alle Teile des Körpers…
Beispielübungen
Über den Autor
Ich bin Stefan Imhoff, Gründer des Ninjutsu-Magazins kogakure.de, Designer, Kampfkünstler und Hobby-Philosoph. Ich wohne in Hamburg und schreibe auf meiner persönlichen Website über Webstandards, Informationsarchitektur, Apple, Design und Programmierung.












